Heimatlosigkeit. Keine Familie.

Themenbereiche:

  • Parentifizierung
  • Fehlender Rückhalt aus der Familie
  • Verluste bei Umzug
  • Keil zwischen den Geschwistern

Bedürfnisse:

  • BINDUNG
  • Respekt
  • Klarheit
  • Hilfe, Unterstützung
  • Trost
  • Ruhe
  • Gemeinschaft
  • Vertrauen
  • Würdigung
  • Verhalten und Werte selbst bestimmen
  • Verlässlichkeit
  • Leichtigkeit
  • Ermutigung
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Selbstschutz.

Themenbereiche:

  • Leben mit Tarnkappe
  • Geringe Wahlfreiheit
  • Möglicher Übergriff des Vaters auf mich
  • Krankenhaus
  • Keine Anzeige
  • Umzug in eine andere Stadt
  • Mögliche zufällige Begegnungen

 

Bedürfnisse:

  • Schutz vor körperlichem Schaden
  • Klarheit
  • Trost
  • Freiwilligkeit
  • Gerechtigkeit
  • WIRKSAMKEIT
  • seinen Platz finden
  • RUHE
  • Empathie
  • Geborgenheit
  • Zugehörigkeit
  • Ganzheit
  • Kontinuität
  • Gemeinschaft
  • Verhalten selbst bestimmen
  • Respekt

Wegschauen der Familie. Die große Lüge.

Themenbereiche:

  • fehlendes klärendes Gespräch
  • fehlende Entschuldigung
  • fehlendes Schuldbewusstsein
  • scheinbare Schuldumkehr
  • Heimlichkeit

 

Bedürfnisse:

  • Gemeinschaft
  • Selbstbehauptung
  • Verlässlichkeit
  • Schutz vor körperlichem Schaden
  • Authentizität
  • Verantwortung
  • Respekt
  • Geborgenheit
  • Empathie
  • Wertschätzung
  • Verstehen
  • Ehrlichkeit
  • Zusammenarbeit
  • Werte selbst bestimmen
  • Freiwilligkeit
  • Menschlichkeit

Kultur

Ich habe über ein Internetportal für ein paar Tage ein Zimmer in einer Privatwohnung angemietet. Die Vermieterin hatte den Schlüssel an einer vereinbarten Stelle hinterlegt und mir im Vorfeld in gebrochenem Deutsch gesagt, dass ich die Wohnung ruhig benutzen kann.
Was bedeutet „die Wohnung benutzen“?
Ohne eine direkte Handlungsanweisung zu bekommen verstehe ich dabei: Schuhe beim Betreten der Wohnung ausziehen und dort abstellen, wo schon Schuhe stehen. In der Nähe der Wohnungstür nach einem Garderobehaken schauen und dort die Jacke anhängen. Schauen, welche Räume sich hinter den geöffneten Türen befinden. Den Raum mit Bett als mein Gästezimmer auffassen. Den Raum mit gefliestem Boden und Sanitäranlagen als Bad auffassen. Den Raum mit Sofa, Balkon und Kochnische als Wohnküche auffassen. Mein Gepäck ins Gästezimmer stellen. Das Bad benutzen. In der Küche mit dem Wasserkocher und den vorhandenen Teebeuteln mir einen Tee aufbrühen. Das WLAN-Passwort, das auf einem Zettel im Gästezimmer steht, nutzen. Die Tür des Gästezimmer hinter mir schließen, wenn ich darin allein sein will. Die Tür des Badezimmer von innen abschließen, wenn ich das Bad benutze. In der Küche in die Schränke schauen, wenn ich einen küchentypischen Gegenstand suche. In die übrigen Schränke in der Wohnung nicht hinein schauen. In der Wohnung nicht rauchen. Auf dem Balkon rauchen.
Das habe ich durch Sozialisation gelernt. So ein Verhalten ist kulturtypisch. Kultur kann etwas sein, das das Zusammenleben und Interagieren von Menschen vereinfacht.
Mir gefällt das so. Ich reduziere komplexe Sachverhalte gern auf einige zentrale Aussagen.

Aus der Schusslinie

Ich muss gehen.
Ich habe ein Bedürfnis nach körperlicher Unversehrtheit. Es gibt für mich persönlich eine Gefahrenlage. Um mir mein Bedürfnis nach körperlicher Unversehrtheit zu befriedigen, muss ich gehen. Gehen, ohne zu sagen, wohin.
Und ich frage mich: wem darf ich das Ziel meines Weggehens nicht sagen? Der Mensch, der bereit ist, mich erneut zu versehren, darf nicht erfahren, wo ich hin gehe. Ich habe keinen direkten Kontakt zu ihm. Aber zu Menschen, die zu ihm Kontakt haben.
Wie sicher kann ich sein, dass er wirklich nicht erfährt, wohin ich gehe?
Mit Nachdruck darauf bestehen, dass ihm mein neuer Aufenthaltsort nicht preisgegeben wird, kann ich.
Wird mein Weggehen die Wahrscheinlichkeit erhöhen, einem Übergriff zu entgehen? Wird mein Weggehen Übergriffe verhindern? In Sicherheit bin ich erst, wenn er tot ist. Und da ich nicht vor habe, das zu beschleunigen, kann noch viel Zeit bis dahin verstreichen.
Trotzdem muss ich gehen. Hier bin ich in der Schusslinie. Abstand erhöht Sicherheit. Auch wenn ich nicht weiß, ob Abstand genug Sicherheit bietet.
Zu gehen heißt, einen hohen Aufwand betreiben. Und ich muss damit klar kommen, dass ich nicht weiß, ob der Aufwand den erhofften Nutzen bringen wird.

Schön, dass du da bist

Du bist warm. Du lebst. Du bewegst dich. Du schaust mich an. Du schaust weg. Dein Fell ist weich. Du lässt dich berühren. Du machst Geräusche. Du hast deinen eigenen Geruch. Du suchst den Kontakt zu mir. Du lässt es zu, dass ich dich wecke. Du reagierst auf mich. Ich reagiere auf dich. Ich kann mein Gesicht in dein Fell stecken. Du erinnerst mich daran, einen regelmäßigen Tagesablauf einzuhalten. Du lässt dich von mir nicht vereinnahmen. Du forderst mich heraus. Du wirst eines Tages sterben. Dann wirst du mir vielleicht fehlen.