Neulich beim Tanzkurs

Ich besuche seit ein paar Wochen einen neuen Tanzkurs. Es ist ein Paartanz-Kurs. Dort wird Bachata unterrichtet, ein lateinamerikanischer romantischer Tanz, bei dem sich die Tanzenden ziemlich nah kommen können, aber nicht unbedingt müssen.
In der letzten Unterrichtsstunde haben sich die Unterrichtenden Zeit genommen um über das Nähe-Distanz-Problem bei diesem Tanz zu sprechen. Der Ausgangspunkt der Erläuterung war dabei, dass die Frau* manchmal die bestehende Nähe als unangenehm empfinden kann. Die Tanzlehrerin hat Tipps gegeben, wie die Frau* sich mehr Abstand verschaffen kann. Und dass sie das darf. Und dass es aber auch völlig in Ordnung ist mit einer mehr oder weniger fremden Person sehr nah zu tanzen, wenn die Chemie stimmt und es sich gut anfühlt. Und dass die Nähe nicht … ist. Was genau, hat sie nicht gesagt. Und auch sonst hat das niemand in dem Moment gesagt. Ich hätte an ihrer Stelle gern gesagt „Die Nähe beim Tanzen sagt nichts darüber aus, ob man mit der anderen Person Sex oder eine romantische Beziehung hat oder haben möchte.“ Ich habe aber geschwiegen.
Ich hatte den Eindruck, für die sprechende Person war das unsagbar, auch wenn sie das gemeint hat. Das weiß ich natürlich nicht, aber es kommt mir stimmig vor. Und ich fand es verdammt schade, dass sie das nicht gesagt hat und nicht sagen konnte.
Außerdem fand ich sehr schade, dass der Erläuterung die Annahme zu Grunde lag, dass Männer* mehr Nähe wollen als Frauen*. Und dass Frauen* dafür zuständig sind, im Zweifelsfall die Nähe zu verweigern. Das ist so eindimensional gedacht. Und darin lässt sich ein Beispiel für das überall dominierende Bild von Geschlechterrollen im Bereich Nähe/Sexualität/Partnerschaft/Bindung sehen.
Aufgelöst wurde die Situation, indem eine Person, die ich als heterosexuellen cis-Mann lese, sich darüber lustig gemacht hat, dass ihr das angeblich ständig passiert, dass alle Frauen* mit ihm unglaublich nah tanzen wollen, viel näher als ihm angenehm ist, und dass er diesen Annäherungsversuchen völlig hilflos ausgeliefert ist.
Dafür hatten die Unterrichtenden auch einen Tipp. Aber die Nähe-Distanz-Problematik war mit diesem Einwand ganz klar ins Lächerliche gezogen worden.
Warum hat diese Person das gemacht? Wollte sie sich vor einer Kollektivverdächtigung als potentiell übergriffige Person gegenüber Frauen* schützen?
Was macht es mit einer Person, wenn sie sich als Teil einer Personengruppe sieht, die als potentiell gefährlich gilt?
Was macht es mit einer Gesellschaft, wenn ihre Mitglieder in potentielle Opfer und potentielle Täter eingeteilt werden? Und wie ist es möglich, sich mit Gewalt auseinander zu setzen und dabei sensibel zu sein für die Verletzlichkeit aller Beteiligten?

Einfach

Ich kenne verschiedene Verhaltensweisen und kann sie anwenden. Aber gerade bin ich am Ende meines Lateins. Ich habe schon ausprobiert, was ich ausprobieren wollte. Und ich habe schon Optionen verworfen, die ich nicht ausprobieren möchte. Jetzt stehe ich da. Zwischen dem schon Probierten und dem Verworfenen. Und kenne keine weiteren Verhaltensweisen.
Ich möchte mich in so einer Interaktion von bestimmten Verhaltensmustern distanzieren. Diese Verhaltensmuster kenne ich nur zu gut. Und ich merke, jetzt, wo ich am Ende meines Lateins angekommen bin, kommt in mir eine Verzweiflung auf. Und der Gedanke „Hat doch alles keinen Sinn.“ Und der Leitsatz „Du hast keine Chance, also nutze sie!“ Und der Impuls noch mal in die Offensive zu gehen, mich nackig zu machen und alles auf eine Karte zu setzen. Ich weiß, dass das eine Verzweiflungstat wäre. Und dass ich das eigentlich schon in die Kategorie der verworfenen Handlungsoptionen eingeordnet hatte.
Mich erinnert das so an die Verzweiflung, die ich so gut kenne. Die Chancenlosigkeit. Die Ausweglosigkeit. Das macht mich traurig.
Ich wünschte, ich könnte kreativ mit der Situation umgehen. Neue Wege erschließen. Habe ich ja auch schon. Was jetzt vor allem zur Neige gegangen ist, ist meine Geduld. Und mein Vertrauen.
Soll ich einfach abwarten?
Woran kann und möchte ich mich orientieren, wenn ich altbekannte Orientierungsmarker von Bord geworfen habe und mich auch weiterhin von ihnen fern halten möchte?
Es fällt mir schwer, mir zu erlauben traurig zu sein. Damit assoziiere ich Aufgeben. Und dazu bin ich noch nicht bereit.
Ich bin ganz schön erschlagen von den verschiedenen herausfordernden Lebensbereichen, die es bei mir gerade gleichzeitig gibt. Ich habe die Tendenz komplexe Zusammenhänge in Einzelaspekte zu zerlegen und diese dann nacheinander zu betrachten. So richtig gelingt es mir gerade nicht, weil ich eine Grundstimmung habe, die sich nicht ändert, wenn ich mich den verschiedenen Teilaspekten zuwende. Und die dazu führt, dass sich alles gleich ätzend anfühlt. Obwohl es so verschieden ist.
Ich merke, dass in mir drin immer wieder die Tendenz zum Kampf entsteht. Ich wäre gern sanft zu mir selbst. Ich würde gern die Schwere einfach sein lassen können. Akzeptieren, dass es so ist. Mich der Leichtigkeit zuwenden.

Radikal hingerotzt

Wie gehe ich damit um, wenn ich etwas sagen möchte, aber den Eindruck habe, dass es niemand hören möchte?
Manche Personen fühlen sich grundlegend nicht verstanden. Oder nicht akzeptiert. Und manche dieser Personen wählen dann eine konfrontierende Methode, um anderen Menschen näher zu bringen, wie sie verstanden werden möchten oder welche Seite ihrer Persönlichkeit sie akzeptiert haben möchten. Ich weiß nicht, ob sie den Eindruck haben, mit diesen Methoden erfolgreich zu sein.
Und ich? Manchmal möchte ich den Mund halten. Manchmal möchte ich für mich behalten, was ich an Erfahrungen und Gedanken und Einstellungen habe. Weil ich keine Lust auf die Reaktionen anderer Menschen habe. Weil ich keine Lust habe, ehrenamtlich pädagogische Arbeit zu leisten.
Und manchmal ist das anders. Manchmal möchte ich über die Dinge sprechen, die ich sonst zurück halte. Die Dinge, die eingesperrt sind vom Zaun meiner Zähne.
In mir drin ist ein Druck. Genauer gesagt ein doppelter Druck: der eine Druck drückt die Worte nach außen, der andere hält sie innen fest. Und manchmal hält der festhaltende Druck nicht mehr stand und bricht wie eine Staumauer. Dann fließen viele vorher festgehaltene Worte nach außen.
Wenn ich mir das bewusst mache, frage ich mich: wie erleben andere Menschen mich in solchen Situationen? Konfrontierend? Respektlos? Empathiearm? Will ich so sein? Will ich so erlebt werden? Werde ich so erlebt?

Niemandsland

Gestern war es den ganzen Tag über neblig. Ich bin im Nebel Laufen gegangen und habe dabei eine neue Strecke ausprobiert. Am Feld entlang, bei Nebel, auf einem unbekannten Weg. Da war ich noch nie. Und es war fast nichts zu sehen.
Alles war gut. Das Risiko mich zu verirren, Panik zu bekommen oder auszukühlen war gering. Aber es gab ein Risiko. Ich wusste, dass da zwei parallele Wege sind, und dass es irgendwo einen Verbindungsweg zwischen diesen Wegen gibt. Und dass ich erst den einen Weg lang laufen werde, dann den Verbindungsweg irgendwo finden werde und dann auf dem zweiten Weg zurück laufen werde. Der Rest der Strecke war dann Routine.
Ich wusste, dass ich nicht der erste Mensch bin, der dieses Fleckchen Erde betritt. Ich lebe in einem Land, in dem auf fast jedem Quadratmeter Erde in den vergangenen 50 Jahren schon mindestens ein menschlicher Fuß stand. Und in dem fast die gesamte Landschaft durch Menschenhand gestaltet oder mitgestaltet wurde. Und in dem die menschlichen Siedlungen dicht beieinander liegen. Sich hier zu verirren und an den Konsequenzen des Verirrens zu sterben, ist extrem unwahrscheinlich.
Aber für MICH war der Weg neu. Und ich habe ihn zum ersten Mal an einem nebligen Tag betreten.
Was brauche ich, um mich auf einen mir unbekannten Weg wagen zu können? Die Gewissheit, dass ich dabei nicht sterben werde? Die Gewissheit, dass ich dabei nicht leiden werde? Die Gewissheit, dass ich mich dabei nicht schämen werde? Die Gewissheit, dass ich dabei keine Angst haben werde? Die Gewissheit, dass ich die Begleitung von mindestens einem wohlwollenden Mensch haben werde? Die Gewissheit, dass ich allein sein darf und auch allein zurecht komme? Die Gewissheit, dass der Weg mich an einen Ort führt, an dem ich sein möchte? Die Gewissheit, dass ich dort unversehrt ankommen werde?
Und was braucht eine Person um sich auf den Weg zu machen um Sexualität jenseits von Vulva-Penis-Koitus-Ejakulation zu entdecken? Eine Reise ins Niemandsland. Voller Unwissen und Halbwissen. Voller Vorurteile. Voller Scham. Vielleicht auch voller Entdeckungsfreude. Aber auf jeden Fall ohne orientierungsgebende Wegmarkierungen.
Vor ein paar Monaten habe ich ein längeres Gespräch über Sexualität geführt. Dabei habe ich mit einer Transfrau gesprochen, die sich vor weniger als einem Jahr als trans* geoutet hat. (Kurze Begriffserklärung: eine Transfrau ist eine Person, der bei der Geburt das Geschlecht „männlich“ zugewiesen wurde, die sich aber als weiblich versteht.) Sie muss jetzt nach ihrem Outing Sexualität als Frau neu entdecken. Als Frau, die (noch) männliche Geschlechtsmerkmale hat. Als Frau, die von potentiellen oder tatsächlichen Sexualpartnern manchmal als Mann gesehen wird. Als Frau, die von potentiellen oder tatsächlichen Sexualpartnern manchmal als ungewöhnlich und exotisch angesehen wird. Als ob diese potentiellen oder tatsächlichen Sexualpartner ihr persönliches Portfolio attraktiv erweitern könnten, wenn sie einmal im Leben mit einer Transperson geflirtet haben. Niemandsland. Nebel ohne Orientierungsmarkierungen.
Es gibt Menschen, die beim Lesen des letzten Absatzes vielleicht denken „Ja, aber das ist sooo selten und sooo unnormal.“ Ist es das? Welche Brille muss ein Mensch tragen um übersehen zu können, wie viele Menschen ein Leben jenseits von Zweigeschlechtlichkeit und Heterosexualität führen? Wie oft muss ein Mensch wegschauen und fehlinterpretieren um das übersehen zu können?

Last night I had a dream

Eigentlich würde ich hier gern mehr über Sexualität schreiben. In den letzten beiden Nächten habe ich von Sex geträumt, und das hat mich wieder auf das Thema gebracht.
Ich befürchte, es gibt viele Menschen, die eine sehr klare Vorstellung davon haben, was Sex ist und was kein Sex ist. Oder: Was „richtiger“ Sex ist und was „nicht so richtiger“ Sex ist. Oder: Dass Sex etwas Bestimmtes ist, das sich an einem bestimmten Kernelement erkennen lässt, und dass Interaktionen ohne dieses Kernelement kein Sex sind.
Das möchte ich konkretisieren: Ich befürchte, dass viele Menschen nur dann bereit sind eine Interaktion als Sex anzuerkennen, wenn dabei eine Vulva, ein Penis, ein Koitus und eine Ejakulation der Person mit Penis vor kommt. (Falls ich jetzt Wörter benutzt habe, die den Lesenden unbekannt sind: ich gehe davon aus, dass ihr selbst googeln könnt.)
Ich merke ganz deutlich, dass mich so eine Einstellung aufregt. Sie wird immer wieder an vielen verschiedenen Stellen implizit vermittelt, manchmal auch explizit. Aber obwohl viele Menschen diese Variante von Sex als die einzig mögliche ansehen, gibt es noch so viel mehr Möglichkeiten. Und ich finde es ganz furchtbar zu wissen, dass sich Personen, denen diese eine Variante von Sexualität nicht zur Verfügung steht oder die auf diese Variante nicht oder nicht ausschließlich zurück greifen wollen, durch ein Dickicht aus Unwissen, Halbwissen, Vorurteilen, Einsamkeit, Niemandsland, Scham, Experimentieren, Angst, Sprachlosigkeit, Ablehnung und Verzagen durchkämpfen müssen. Und dass diese Quälerei nur dadurch zu Stande kommt, dass das gesellschaftlich vermittelte Bild von Sexualität verzerrt und einseitig ist und eine scheinbare Norm darstellt.
In erster Linie denke ich an Personen, die trans* sind oder inter* oder schwul oder lesbisch. Und daran, wie schwer es ist, sich selbst anzunehmen und von anderen Menschen angenommen zu werden. Und wie viele Lebensbereiche für diese Personen mit Herausforderungen verbunden sind. Und wie wenig diese Herausforderungen mit Sexualität zu tun haben. Es geht einfach um Alltag. Darum, am Arbeitsplatz mit dem passenden Namen und dem passenden Pronomen angesprochen zu werden. Das ist sehr weit entfernt von Sexualität. Und dann frage ich mich, ob das weit verbreitete Unwissen über queeren Sex auch einen Beitrag zu Homo-, Bi-, Inter*- und Trans*-Phobie leistet. Ich finde es zwar nicht wichtig, allgemeine Aufklärungsarbeit über konkrete Sexualpraktiken zu leisten (und damit stimme ich auch mit der breiten Masse an Bildungsträgern zum Thema geschlechtliche und sexuelle Vielfalt überein), aber ich finde es sehr wünschenswert möglichst vielen Menschen bewusst zu machen, dass Sex eben nicht nur eine ganz bestimmte Form hat (Vulva, Penis, Koitus, Ejakulation), sondern sehr vielfältig sein kann. Und dass das kein „weniger richtiger“ oder „weniger wertvoller“ Sex ist. Ich frage mich, in welcher Form ich dazu einen Beitrag leisten kann und will.
Und ich befürchte, reißerisch zu sein. Und zu polarisieren. Und ungewollte Aufmerksamkeit aushalten zu müssen. Will ich das?

Drüber schreiben

Manchmal frage ich mich, worüber ich diesen Blog eigentlich schreibe. Und der spontanste Gedanke ist dann: „Über das, was mich beschäftigt.“ Aber kurz danach fällt mir auf, dass ich Themenbereiche, die mich beschäftigen, weg lasse und andere nur anschneide. Und dann frage ich mich: „Warum glaube ich, dass ich diesen Blog über die Themen schreibe, die mich beschäftigen, obwohl das nur teilweise stimmt?“ Und dann frage ich mich: „Warum schreibe ich nicht einfach auch über die Themen, die mich zwar beschäftigen, die ich aber ausklammere oder nur anschneide?“ Mit dieser letzten Frage möchte ich mich heute hier ein bisschen beschäftigen.
Ich glaube, die Hemmschwelle, die ich da habe, hängt mit Angst und Scham zusammen. Angst kenne ich gut als ein Gefühl, das bei mir präsent ist und mit dem ich mich auseinander setzen kann. Scham kenne ich kaum. Sie ist ein Gefühl, das bei mir immer wieder präsent ist, aber mit dem ich mich kaum auseinander setze.
Vor Jahren hat mich mal jemand auf das Buch „Wut, Schuld & Scham: Drei Seiten der gleichen Medaille“ aufmerksam gemacht. Zu der Zeit habe ich mich viel mit meiner Wut beschäftigt. Mit den beiden anderen Gefühlen, um die es in dem Buch geht, habe ich mich bis heute kaum beschäftigt. Ich bin zur Zeit ziemlich in Versuchung, mir das Buch mal zu besorgen, weil es mich gerade interessiert, mich auch mit Schuld und Scham zu beschäftigen.
Meine Anzeige hat viel mit diesen Gefühlen zu tun. Und ich frage mich, ob ich mit meiner Scham anders umgehen lerne, wenn ich mich mit der Scham, die das Anzeigen-Thema in mir auslöst, beschäftige. Und ob meine Hemmschwelle dann sinkt, hier auch über die Themenbereiche zu schreiben, die ich hier aus Scham auslasse.

Wie es mir gerade geht

Furchtbar, würde ich sagen. Mein Rücken tut so sehr weh wie schon lange nicht mehr. Ich bin total verspannt. Ich liege abends lange wach und meine Gedanken drehen sich im Kreis. Ich brauche mehr Schlafmittel als gewohnt. Ich habe wenig Lust etwas zu unternehmen. Ich habe wenig Kraft.
Meine Anzeige beschäftigt mich sehr. Ich muss aushalten, dass ich nicht weiß, was die Ermittlungen ergeben. Das macht mir Angst. Das macht mich ohnmächtig. Ich habe Angst davor, dass das raus kommt, was ich denke. Und ich habe Angst davor, dass nicht das raus kommt, was ich denke. Beides wäre eine Katastrophe.
Bald weiß ich mehr. Aber zu wissen, dass die Ungewissheit bald kleiner wird, macht mich noch angespannter. Ich finde es schwer auszuhalten, dass ich momentan nichts weiß. Aber ich finde es noch schwerer auszuhalten, dass ich bald etwas weiß.
Ich stelle mir vor, dass ich eines Tages auf den jetzigen Zeitpunkt zurück blicke und ganz vergessen habe, wie schwer es mir zum jetzigen Zeitpunkt gefallen ist, die Situation auszuhalten. Ich stelle mir vor, dass es dann alles viel leichter ist.
Da sich immer alles verändert, ist es wahrscheinlich, dass es mir irgendwann leichter fallen wird als jetzt.
Heute scheint die Sonne. Ich war noch nicht draußen. Aber richtig viel Zeit habe ich dafür heute eh nicht.
Ich verkrieche mich in letzter Zeit oft. Ich halte fest an Dingen, die schon lange da sind. Als könnte ich dadurch Halt gewinnen.
Ich wünschte, es würde hier nicht um mich gehen. Ich wünschte, das alles wäre nicht Teil von meinem Leben, sondern weit weg. So dass ich mich davon distanzieren könnte. Aber es ist Teil meines Lebens.
Ausgleichsaktivitäten. Entspannung. Ressourcen. Die Theorie sagt, es wäre gut, diese Dinge einzubauen. Ich mache das auch regelmäßig. Aber trotzdem!
Ich fühle mich so, als würde ich eine unglaublich schwere Last tragen. Eine Last, die viel zu schwer für mich ist. Ich kann sie nicht halten. Ich kann sie nicht tragen. Es ist einfach viel zu viel.